AKUT-TELEFON UND ANMELDUNG UNTER 06129-4883488

Fachtherapien

Moderne Fachtherapien ergänzen die Psychotherapie

 

Ergotherapie, Gestaltungstherapie, Musiktherapie und Körpertherapie – diese Fachtherapien gehören mittlerweile zum Standardangebot von psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken. Die Besonderheit in der Parkklinik besteht in der engen Vernetzung dieser Behandlungsformen mit der störungsspezifischen Einzel- und Gruppenpsychotherapie. Das bedeutet, dass die jeweiligen psychotherapeutischen Prozesse durch künstlerische und/oder körperbezogene Therapien sinnvoll ergänzt bzw. bereichert werden. In manchen Fällen kann sogar erst durch die Fachtherapien Zugang zu blockierten Emotionen gefunden werden.

.

Folgende Fachtherapien werden in der Parkklinik angeboten:

.

Die Kunsttherapie

 

Kunst kann einen eigenen Zugang zu psychotherapeutischen Prozessen darstellen. Durch künstlerische und gestalterische Tätigkeiten können Gefühle und Bedürfnisse auf einer nicht-sprachlichen Ebene ausgedrückt werden. Dabei geht es der Kunsttherapie nicht darum gute Ergebnisse im Sinne von ansprechender Kunst zu generieren. Vielmehr geht es um den Prozess der Entstehung des Werkes und die Möglichkeit des Ausdrucks des eigenen Empfindens. Die entstehenden Arbeiten bleiben ohne Bewertung und jede Form des Ausdrucks hat ihre Berechtigung. Im Rahmen der Kunsttherapie zeigen sich typische Handlungsmuster, die auch im Leben der PatientInnen eine wichtige Rolle spielen (z.B. Umgang mit Leistung, Perfektion, Kontrollbedürfnis etc.). Im Rahmen der Kunsttherapie können diese Muster reflektiert und neue Handlungsalternativen in diesem Rahmen entwickelt und ausprobiert werden.

 

Eine Besonderheit der Kunsttherapie in unserem Haus stellt die Lösungsorientierte Maltherapie (LOM®) dar. Das Verfahren bietet ein Rational um innere Bilder, wie sie etwa im Rahmen von traumatisierenden Ereignissen auftreten, oder Emotionen positiv zu verändern. Der Ansatz bleibt somit nicht beim bloßen Ausdruck von Gefühlen oder Bildern stehen, vielmehr werden von den problematischen inneren Bildern oder Gefühlen ausgehend aktiv Wege hin zu einer positiven Veränderung gesucht.

Die Musiktherapie

 

Unter dem Begriff Musiktherapie versteht man den gezielten Einsatz von Musik im Rahmen einer therapeutischen Beziehung. Sie hat das Ziel, die seelische und körperliche Gesundheit wiederherzustellen, zu erhalten und zu fördern. Als künstlerische Psychotherapieform bildet sie einen Baustein des multiprofessionellen Behandlungskonzepts unserer Klinik.

Zur Anwendung kommen aktive und rezeptive Formen der Musiktherapie im Einzel- und Gruppensetting. Der Vorteil: Die PatientInnen können ihr momentanes seelisches Befinden ausdrücken und mit anderen TeilnehmerInnen austauschen, ohne dies zwingend in Worte fassen zu müssen. Blockierte Energie kann über das Musizieren probehandelnd freigesetzt werden. Die eigene Lebensqualität, individuelle Wachstumsbereitschaft und Kreativität können so erhalten und gefördert werden.

Die Theatertherapie

 

Die Theatertherapie arbeitet mit Mitteln des Theaters, um Entwicklung und Wachstum anzustoßen. Sie fördert vorhandene Ressourcen und beschäftigt sich im Schwerpunkt mit gegenwartsbezogenen Aspekten. Durch ihre künstlerische und spielerische Form bietet sie einen geschützten Raum, Zugänge zu Emotionen zu ermöglichen, neue Ausdrucksformen zu erproben sowie neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen, um diese in den Alltag integrieren zu können.

Die Körperpsychotherapie

 

Die Trennung zwischen Körper und Geist hat in der westlichen Kultur eine lange Tradition. Gerade die Psychosomatik zielt auf eine Überwindung dieser (künstlichen) Trennung ab. Psychische Prozesse haben direkte Auswirkungen auf den Körper und auch körperliche Prozesse wirken sich auf die Psyche aus. Diesen Zusammenhang greift die Körpertherapie auf, indem sie den Köper als diagnostisches und therapeutisches Instrument nutzt. Mit Hilfe von Körperübungen können Gefühle bewusstgemacht und auf einer körperlichen Ebene bearbeitet werden. Durch das direkte Erleben der Prozesse stellt die Körpertherapie eine weitere und für viele Menschen sehr hilfreiche Therapieform dar.

Die Ergotherapie

 

Psychische Störungen wirken sich ganz konkret auf die Handlungs- und Erlebnisfähigkeit der Menschen in ihrem Alltag aus. Viele Menschen können aufgrund einer psychischen Erkrankung ihr Leben nicht mehr so gestalten wie sie es gerne würden. So kann es etwa zu Einschränkungen bei der Selbstfürsorge, bei der Arbeit aber auch in der Freizeitgestaltung kommen. Beispielsweise fällt es psychisch erkrankten Menschen häufig schwer für ihre Bedürfnisse einzustehen, die Leistungsfähigkeit bei der Arbeit ist häufig reduziert und Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte werden vernachlässigt. Die aktive Gestaltung und Teilhabe in diesen Bereichen ist aber für ein erfülltes und gesundes Leben zentral. Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen zu unterstützen ihre eigenen kreativen Potentiale (wieder) zu entdecken und durch die Erkrankung verlorengegangene Fähigkeiten wieder zu erlangen um in ihrem Leben wieder zu bestehen und es aktiv zu gestalten. Die Ergotherapie bietet einen Ansatz um gezielt Kompetenzen und Kreativität zu stärken, an der Interaktion in der Gruppe zu arbeiten sowie durch den gezielten Einsatz von kreativen Medien Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Die tiergestützte Therapie

 

Die tiergestützte Therapie stellt eine wertvolle Ergänzung unseres psychotherapeutischen Konzepts dar. In der Arbeit mit dem Tier gelingt es vielen Menschen, positive Beziehungserfahrungen zu machen und darüber einen neuen Zugang zu ihren Emotionen und Problemen zu gewinnen.

 

Unsere ausgebildete Therapiehündin Luna unterstützt unsere Ergotherapeutin an drei Tagen in der Woche bei der Behandlung von PatientInnen.