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Klinik für Generalisierte Angststörung

 

Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist die häufigste Angststörung in der Primärversorgung. Die Patienten erleben ihre Symptome dabei eher als stress- und anspannungsbedingtes, letztlich körperliches Problem, und suchen häufig ihren Allgemeinmediziner auf. In der Gesamtbevölkerung leiden ca. 5% der Menschen an einer GAS. Dabei trifft es mit einem Verhältnis von 3 zu 2 Frauen häufiger als Männer. Komorbide, das heißt gleichzeitig vorliegende, psychische Erkrankung sind bei Patienten mit einer GAS sehr häufig.

 

In der Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad werden Menschen mit einer GAS von einem multidisziplinären Team mit Schwerpunkt auf der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) behandelt. Neben der Methode der kognitiven Umstrukturierung der Unsicherheitsintoleranz, ist hierbei Kernelement die massierte Sorgenkonfrontation mittels Exposition in sensu. Je nach Schweregrad ist auch eine medikamentöse Unterstützung durch Psychopharmaka möglich.

Ein umfassendes Therapieangebot

 

Unser Therapieansatz zeichnet sich gerade in der Behandlung von Generalisierten Angststörungen durch ein differenziertes Vorgehen auf mehreren Ebenen aus. Dies schließt neben der psychiatrischen auch eine ausführliche körperliche Diagnostik durch unsere Fachärzte mit ein.

 

Wenn es Ihrem Wunsch entspricht, stimmen wir Ihre ambulante und stationäre Behandlung möglichst eng mit der zuweisenden Praxis ab. Auf diese Weise können wir die Erkenntnisse der bisherigen Behandlung optimal nutzen und stationär ergänzen. Zusammen mit Ihnen und, wenn Sie dies wünschen, den zuweisenden KollegInnen erstellen wir einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, der folgende mögliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert:

 

 

  • Fachtherapien
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Körperpsychotherapie
    • Ergotherapie
    • Tiergestützte Therapie

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Die wichtigsten Fakten zu Generalisierten Angststörungen

Probleme in der Diagnostik

 

Viele Patienten mit einer GAS werden nicht richtig diagnostiziert und falsch behandelt, sodass sie sich wiederholt mit unspezifischen Beschwerden bei unterschiedlichen Ärzten vorstellen. Insbesondere komorbide Angststörungen treten bei mehr als 50% der Patienten mit einer GAS im Laufe ihres Lebens auf. Am häufigsten ist dabei die soziale Phobie; aber auch Majore Depression und Dysthymie, eine chronisch verlaufende Form der Depression, treten vermehrt gemeinsam mit der GAS auf. Daneben gibt es auch körperliche Erkrankungen, die überzufällig häufig zusammen mit der GAS beobachtet wurden. Dazu zählen insbesondere gastrointestinale Erkrankungen wie Magengeschwüre oder das Reizdarmsyndrom.

Die Symptome im Detail

 

Menschen mit GAS leiden unter überzogenen Sorgen bzw. Befürchtungen, die Alltagssorgen überschreiten und als schwer kontrollierbar beschrieben werden. Die Sorgen sind exzessiv, aber nicht zwingend unrealistisch. Begleitet werden die Sorgen und Befürchtungen von einem hohen Anspannungsniveau und körperlichen Beschwerden, die die Betroffenen zunächst Ärzte aufsuchen lassen. Insbesondere leiden Patienten unter Schlafstörungen, erhöhter Reizbarkeit, Ruhelosigkeit und Verspannungen. Körperlichen Beschwerden, wie Herzklopfen, Schwindel, Benommenheit, Zittern und/oder Nervosität gehören ebenfalls zu dem Bild einer GAS. Die Angst ist anhaltend und generalisiert. Sie ist nicht auf bestimmte Situationen oder Orte gerichtet, oder tritt besonders betont in solchen Situationen auf, sondern wird als „diffus und frei flottierend“ charakterisiert.

Die Entwicklung der Krankheit

 

Die GAS entwickelt sich wie viele andere psychische Erkrankungen schleichend. Die wichtigste Theorie, welche die Entwicklung einer GAS erklärt, ist die „Vermeidungstheorie der Sorgen“ von Borkovec und Kollegen (2004). In dieser Theorie dienen Sorgen dazu, emotionale Erregung und unangenehme emotionale Erfahrungen zu vermeiden, was allerdings dazu führt, dass Sorgen übermäßig stark und chronisch werden. Sorgen werden in diesem Ansatz nicht als eine Emotion aufgefasst, sondern als abstrakt gedankliche Grundannahmen („Es könnte was geschehen“), die keine intensiven Emotionen auslösen, sondern emotionales Erleben drosseln.

 

 

Zahlreiche Studien konnten belegen, dass Sorgen tatsächlich die physiologische Reaktionskomponente der Emotionen bei Patienten mit GAS abschwächen. Damit kann erklärt werden, dass es bei einer GAS zwar zu übertriebenen und exzessiven Sorgen (und diffusen Ängsten), aber eben nicht zu intensiver Angst, Trauer, Wut oder starker Freude kommt. Patienten mit einer GAS befinden sich in einem permanenten Vor-Alarm-Zustand, was zu einer erhöhten Wachsamkeit (Vigilanz) und Herzratenvariabilität führt. In vielen anderen Studien konnte darüber hinaus gezeigt werden, dass Sorgen auch dazu dienen, interpersonelle Konflikte, Unsicherheit und eine physiologische Hypervigilanz zu vermeiden.

Die richtige Behandlung einer GAS

 

In der Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad werden Menschen mit einer GAS von einem multidisziplinären Team mit einem Schwerpunkt auf der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) behandelt. Neben der Methode der kognitiven Umstrukturierung der Unsicherheitsintoleranz, ist hierbei Kernelement die massierte Sorgenkonfrontation mittels Exposition in sensu. Je nach Schweregrad ist auch eine medikamentöse Unterstützung durch Psychopharmaka zu empfehlen. In einem solchen Fall kommen Präparate wie zum Beispiel Pregabalin zum Einsatz. Eine alleinige Behandlung mit Medikamenten bzw. ein alleiniger Einsatz von Psychopharmaka ist nach umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine zielführende Methode und wird in der Parkklinik nicht durchgeführt. Über die klassische kognitive Verhaltenstherapie hinaus setzen wir neue psychotherapeutische Techniken wie Elemente aus der Akzeptanz- bzw. Achtsamkeitsbasierten Verhaltenstherapie ein.