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Klinik für Phobien

 

Das Phänomen Angst ist jedem aus dem eigenen Erleben bekannt. Angst stellt eine natürliche Reaktion auf Gefahr dar und sichert unser Überleben, indem sie uns vor Bedrohung zurückschrecken lässt. Neben der emotionalen Komponente zeigt sich Angst auch auf körperlicher, gedanklicher und motorischer Ebene. Bei einer Phobie handelt es sich um ein starkes Angstgefühl, welches in bestimmten Situationen auftritt oder beim Anblick bestimmter Dinge ausgelöst wird. Gesunde und krankhafte Angst unterscheiden sich folglich nicht in ihrer Qualität, sondern vielmehr darin, dass die krankhafte Angst in Situationen auftritt, die objektiv betrachtet keine Gefahr oder Bedrohung darstellen.

 

Wie bei den meisten Angsterkrankungen stützt sich auch die leitliniengerechte Behandlung der Phobien auf die kognitive Verhaltenstherapie. Eine medikamentöse Behandlung ist meist nur begleitend im Falle von sogenannten komorbiden Störungen, d.h. zeitgleich vorliegenden Erkrankungen wie Depressionen o.a. notwendig.

Ein umfassendes Therapieangebot

 

Unser Therapieansatz zeichnet sich gerade in der Behandlung von Phobien durch ein differenziertes Vorgehen auf mehreren Ebenen aus. Dies schließt neben der psychiatrischen auch eine ausführliche körperliche Diagnostik durch unsere Fachärzte mit ein.

 

Wenn es Ihrem Wunsch entspricht, stimmen wir Ihre ambulante und stationäre Behandlung möglichst eng mit der zuweisenden Praxis ab. Auf diese Weise können wir die Erkenntnisse der bisherigen Behandlung optimal nutzen und stationär ergänzen. Zusammen mit Ihnen und, wenn Sie dies wünschen, den zuweisenden KollegInnen erstellen wir einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, der folgende mögliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert:

 

 

  • Fachtherapien
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Körperpsychotherapie
    • Ergotherapie
    • Tiergestützte Therapie

Lassen Sie sich jetzt umgehend beraten und fordern Sie weiteres Informationsmaterial an!

 


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Die wichtigsten Fakten zu Phobien

Das Gefühl, ausgeliefert zu sein.

 

Menschen, die unter einer Phobie leiden, fühlen sich ihren Ängsten schutzlos ausgeliefert. Der typische Lösungsversuch, welcher jedoch nur kurzfristig Erleichterung bringt, ist das Vermeiden der angstauslösenden Situation. Langfristig betrachtet verstärkt das Vermeidungsverhalten jedoch die Symptomatik und hat meist eine Einschränkung der Handlungsfreiheit und somit der Lebensqualität zur Folge. Grundsätzlich unterscheiden wir verschiedene Arten von Phobien. Diese können sowohl alleine als auch in Kombination auftreten.

Phobien können verschiedene Inhalte haben

Agoraphobie

Menschen, die unter einer Agoraphobie leiden, haben eine übergroße Furcht vor Situationen wie Menschenmengen, öffentlichen Plätzen oder Reisen. „Aus Angst vor der Angst“, Angst aus solchen Situationen nicht flüchten zu können oder keine schnelle Hilfe zu bekommen, meiden Betroffene die Situationen. Dies kann bis dahin führen, dass die Betroffenen gar nicht mehr die eigene Wohnung oder das Haus verlassen, oder wenn dann nur in Begleitung.

Soziale Phobie

Menschen, die unter einer sozialen Phobie leiden, haben Angst vor Situationen in der Öffentlichkeit wie z.B. Essen in Gesellschaft anderer Menschen, Teilnahme an einer Konferenz oder der Besuch einer Party. Betroffene haben Angst sich zu blamieren und von anderen abgelehnt zu werden. Um eine prüfende Betrachtung durch Andere zu vermeiden, meiden sie soziale Kontakte und Situationen und ziehen sich zurück.

Spezifische Phobien

Menschen, die unter einer spezifischen Phobie leiden, haben eine umschriebene Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer klar umschriebenen Situation. Häufig beziehen sich die Ängste auf Tiere (z.B. Spinnen, Schlangen, Insekten, Hunde), Naturelemente (Gewitter, Wasser), räumliche Gegebenheiten (Höhe, enge, geschlossene Räume wie Aufzüge, Autos) oder Verletzungen, Blut und medizinische Interventionen (Spritzen, Zahnarztbesuche). Die Erwartungsangst vor den gefürchteten Situationen/ Objekten führt entweder zur Vermeidung oder dass diese nur noch unter extremer Angst ertragen werden können.

Unser kombiniertes Therapieverfahren

 

In der Parkklinik werden Menschen, die unter einer Phobie leiden, von einem multidisziplinären Team mit einem Schwerpunkt auf der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) behandelt. Kernelement hierbei ist ein verhaltenstherapeutisches Vorgehen mit der sog. Reizkonfrontation (Exposition). Dies ist nach aktuellen Leitlinien die wirksamste Behandlungsmethode. Je nach Schweregrad ist auch eine medikamentöse Unterstützung durch Psychopharmaka zu empfehlen. Über die klassische kognitive Verhaltenstherapie hinaus setzen wir neue psychotherapeutische Techniken wie Elemente aus der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ein.