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Klinik für Depression

 

Eine Depression kann jeden Menschen in massiven Belastungssituationen, aber auch unabhängig von seinen momentanen Lebensumständen treffen. Sie wird aufgrund ihrer hohen Verbreitung als Volkskrankheit bezeichnet. Es leiden mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland an einer Depression. Die Hauptsymptome sind gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Freudlosigkeit, Antriebsmangel und vermindertes Selbstwertgefühl bis hin zu Suizidgedanken. Frauen sind von einer Depression etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer.

 

In unserer Klinik bieten wir sowohl eine medikamentöse Therapie als auch eine intensive Psychotherapie zur Depressionsbehandlung an. Die Kombination vereint den Vorteil der schnelleren Wirkung von Antidepressiva mit der lang anhaltenden Wirkung von Psychotherapie. Die intensive stationäre Behandlung umschließt zusätzliche Fachtherapien wie die Kunst-, Musik- oder Physiotherapie.

 

Ein umfassendes Therapieangebot

 

Jeder Mensch ist einzigartig. Wir passen unsere Behandlung deshalb individuell an den jeweiligen Patienten an und berücksichtigen die Empfehlungen der aktuellen Leitlinien und Erkenntnisse wissenschaftlicher Studien und unsere klinische Erfahrung.

 

Unser Therapieansatz zeichnet sich vor allem in der Behandlung von Depressionen durch ein differenziertes Vorgehen auf mehreren Ebenen aus. Dies schließt neben der psychiatrischen auch eine ausführliche körperliche Diagnostik durch unsere Fachärzte mit ein.

 

Wenn es Ihrem Wunsch entspricht, stimmen wir Ihre ambulante und stationäre Behandlung möglichst eng mit der zuweisenden Praxis ab. Auf diese Weise können wir die Erkenntnisse der bisherigen Behandlung optimal nutzen und stationär ergänzen. Zusammen mit Ihnen und, wenn Sie dies wünschen, den zuweisenden KollegInnen erstellen wir einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, der folgende mögliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert:

 

 

  • Fachtherapien
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Körperpsychotherapie
    • Ergotherapie
    • Tiergestützte Therapie

 

Lassen Sie sich jetzt umgehend beraten und fordern Sie weiteres Informationsmaterial an!

 


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Wege aus der Depression

Was genau ist eine Depression

 

„Ich bin heute aber depressiv“, das ist eine alltägliche, oft gehörte Aussage. Damit ist meistens gemeint, dass derjenige, der dies sagt, „schlecht drauf“ oder traurig ist. Eine „echte“ Depression geht darüber weit hinaus. Sie ist eine ernst zu nehmende Krankheit und beeinflusst Gedanken, Gefühle, Verhalten und den Körper der Betroffenen.

 

Wie häufig Depressionen auftreten, wird deutlich an der Tatsache, dass im Laufe des Lebens jede vierte Frau und jeder achte Mann einmal vorübergehend daran erkrankt. Die mittlere Dauer einer depressiven Erkrankungsphase beträgt etwa vier bis sechs Monate, kann aber durch eine gezielte Behandlung in der Regel deutlich abgekürzt werden. 50 Prozent der Betroffenen erleiden nur einmal im Leben eine solche Phase, bei der anderen Hälfte kann es aber im weiteren Verlauf des Lebens erneut zu depressiven Phasen kommen. Deswegen geht es in der Behandlung nicht nur um die rasche Beseitigung einer Depression, sondern auch um den Schutz vor späteren erneuten Erkrankungen.

 

Woran erkennt man eine Depression? (siehe Grafik 1)

 

Folgende Symptome müssen nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (ICD-10) mindestens für zwei Wochen vorliegen, um von einer leichten, mittelgradigen oder schweren Depression sprechen zu können.

 

Insbesondere zu Beginn kann sich eine Depression auf unterschiedliche Art und Weise äußern. Bei manchen Menschen können körperliche Symptome auftreten, z.B. Schmerzen oder Gewichtsabnahme. Das sexuelle Interesse kann reduziert sein, manche Menschen verlieren die Lust, sich mit anderen zu treffen oder entwickeln Ängste und Schlafstörungen.

 

Wann wird eine stationäre Behandlung sinnvoll?

 

Eine Depression lässt sich mit den derzeitigen Methoden erfolgreich behandeln. Ob eine ambulante Behandlung ausreichend, oder eine stationäre Behandlung in einer Fachklinik anzuraten ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Sehr schwere Erkrankungen oder Erkrankungen die bereits sehr lange andauern, machen in der Regel einen Klinikaufenthalt notwendig. Eine stationäre Behandlung ist häufig auch dann sinnvoll, wenn die Lebensumstände im persönlichen Umfeld so belastend sind, dass sie einem Behandlungserfolg entgegenstehen. Auch wenn bereits ambulante Behandlungsversuche nicht den gewünschten Erfolg erbracht haben, besteht die Indikation für eine intensivierte stationäre/tagesklinische Therapie.

Rasche und nachhaltige Hilfe (siehe Grafik 2)

 

In unserer Klinik werden Depressionen in der Regel bei Zustimmung des Patienten sowohl mit Antidepressiva als auch mit einer für Depressionen besonders wirksamen Psychotherapie behandelt. Die Abbildung soll verdeutlichen, dass Medikamente in der Regel schneller wirken, aber nach dem Absetzen keinen Schutz vor einer erneuten Erkrankungsepisode bieten. Im Gegensatz dazu lernen Patienten durch eine erfolgreiche Psychotherapie, sich in Zukunft vor erneuten Erkrankungen zu schützen. Eine kombinierte Behandlung vereint die Vorteile beider Behandlungsansätze. Eine intensive stationäre Behandlung umschließt zusätzlich Fachtherapien wie Kunsttherapie, Musik- oder Physio- und Körpertherapie.

Welche Psychotherapieverfahren bieten wir an?

 

Die Empfehlungen der von allen relevanten Fachgesellschaften erstellten "Nationalen VersorgungsLeitlinie Depression" basieren auf dem gegenwärtigen Erkenntnisstand der Wissenschaft. Daran orientiert sich nicht nur die von uns angebotene medikamentöse Depressionstherapie, sondern auch die Psychotherapie. Das heißt: Bei der Behandlung akuter depressiver Episoden wenden wir die exzellent in ihrer Wirksamkeit erwiesenen Verfahren der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT), Interpersonellen Psychotherapie (IPT) und Problemlösungstherapie (PLT) an. Bei chronischen Depressionen wird eine spezifische, von der Freiburger Universitätsklinik in Deutschland eingeführte und für die stationäre Behandlung weiterentwickelte Variante der Kognitiven Verhaltenstherapie, das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP), eingesetzt. In mehreren Qualitätssicherungsstudien konnte das Team um Prof. Mathias Berger zeigen, dass auf diesem Weg weit über 90 Prozent der Patienten ohne Beschwerden bzw. nur noch mit leichteren depressiven Symptomen entlassen werden können (s. Grafik 3).