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Klinik für Persönlichkeitsstörungen

 

Wenn das Leben nicht recht gelingen will und es immer wieder zu Schwierigkeiten kommt, kann dies ein Hinweis auf eine Persönlichkeitsstörung sein. Hierunter werden tief verwurzelte Verhaltens- und Erlebens-Muster verstanden, die sich in der Jungend bzw. dem jungen Erwachsenenalter gebildet haben und noch heute fortwirken. Diese Muster sind unflexibel und verhindern angemessenes Reagieren auf aktuelle Herausforderungen. Damit von einer Störung gesprochen werden kann, müssen die Muster zu einer bedeutsamen Beeinträchtigung führen.

 

Persönlichkeitsstörungen werden vornehmlich psychotherapeutisch behandelt. In der Parkklinik bestehen durch unser intensives Einzel- und Gruppentherapieprogramm sowie durch unser umfassendes fachtherapeutisches Angebot eine Vielzahl von Möglichkeiten an den problematischen Mustern zu arbeiten. Die Psychotherapie orientiert sich an aktuellen Weiterentwicklungen der kognitiven Verhaltenstherapie.

Ein umfassendes Therapieangebot

 

Unser Therapieansatz zeichnet sich gerade in der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen durch ein differenziertes Vorgehen auf mehreren Ebenen aus. Dies schließt neben der psychiatrischen auch eine ausführliche körperliche Diagnostik durch unsere Fachärzte mit ein.

 

Wenn es Ihrem Wunsch entspricht, stimmen wir Ihre ambulante und stationäre Behandlung möglichst eng mit der zuweisenden Praxis ab. Auf diese Weise können wir die Erkenntnisse der bisherigen Behandlung optimal nutzen und stationär ergänzen. Zusammen mit Ihnen und, wenn Sie dies wünschen, den zuweisenden KollegInnen erstellen wir einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, der folgende mögliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert:

 

 

  • Fachtherapien
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Körperpsychotherapie
    • Ergotherapie
    • Tiergestützte Therapie

Lassen Sie sich jetzt umgehend beraten und fordern Sie weiteres Informationsmaterial an!

 


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Wenn Probleme im Leben sich immer wieder wiederholen

 

Wenn sich unangenehme Erfahrungen und Probleme im Leben stereotyp wiederholen, kann dies ein Zeichen für eine Persönlichkeitsstörung sein. Eine „falsche Partnerwahl“, abhängige oder unbefriedigende Beziehungen, eine überhöhte Anspruchshaltung, wiederkehrende Konflikte, soziale Isolation, eine andauernde Überzeugung nicht liebenswert zu sein, starke Verletzbarkeit oder erhöhtes Misstrauen können Hinweise auf das Vorliegen von problematischen Verhaltens-, Erlebens- oder Mustern in der Beziehungsgestaltung zu anderen Menschen sein. Solche Muster bilden sich oftmals als Überlebensstrategie unter bestimmten Entwicklungsbedingungen in der Kindheit. Frühe Erlebnisse, die zur Ausbildung ungünstiger Muster führen, können unter anderen die Nichterfüllung wesentlicher Grundbedürfnissen nach Liebe, Sicherheit, Stabilität oder Verständnis, Traumatisierungen oder auch Überbehütung sein.

Die falsche Bewältigungsstrategie

 

Betroffene sind jedoch auch unter veränderten Bedingungen im Erwachsenenalter nicht mehr in der Lage aus ihren unflexiblen Mustern auszusteigen, da diese sich automatisiert haben. Passen verinnerlichte Muster nicht mit den aktuellen Erfordernissen von Situationen zusammen, entsteht ein hoher Leidensdruck für die Betroffenen selber oder für ihr Umfeld. Als Bewältigungsstrategie für die „Lebensfallen“, in die die jeweiligen Muster Betroffene immer wieder bringen, kann es zu einer „Selbstmedikation“ mit Alkohol oder anderen Substanzen kommen. Auch sogenannte Folgeprobleme, wie eine depressive Symptomatik oder Angststörungen können sich im Zuge der Frustrationen durch die eigenen Muster ausbilden.

Grundzüge der Persönlichkeitsstörung

 

Die inhaltliche Ausrichtung dieser Muster kann sehr unterschiedlich sein, daher gibt es verschiedene Arten von Persönlichkeitsstörungen. Grundzüge jeder Persönlichkeitsstörung kennen alle Menschen aus ihrer eigenen Persönlichkeit. Nur wenn Muster starr und einseitig werden, sowie Leidensdruck verursachen, spricht man von einer Persönlichkeitsstörung.

Die spezifische Behandlung einer Persönlichkeitsstörung

 

Ansatzpunkte der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen liegen zunächst im Verstehen des jeweiligen starren, unflexiblen Verhaltens- und Erlebensmusters. Hierfür ist es hilfreich die spezifischen Entwicklungsbedingungen als auch dysfunktionale Schutzstrategien zu erarbeiten, um die zugrundeliegenden Bedürfnisse hinter einseitigen Mustern verstehen zu können. Oftmals passen alte starre Verhaltensmuster nicht zu den aktuellen Lebensanforderungen und verhindern das Erfüllen wichtiger Bedürfnisse. Das Ziel der Therapie liegt im Aufbau hilfreicher Wahrnehmungs- und Verhaltensstrategien mit denen auch diese Bedürfnisse erfolgreich erreicht werden können. Hierfür sind Rückmeldungen, wie Verhaltensweisen des Patienten beim Gegenüber, z.B. beim Therapeuten, ankommen, extrem wichtig, um automatisierte dysfunktionale Muster identifizieren und hinterfragen zu können. Der Therapeut hilft dem Patienten dadurch die Passung zwischen seinem Verhalten und den intendierten Konsequenzen zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Vorteile der stationären Behandlung

 

Die besondere Chance einer Therapie im stationären Setting liegt in den zahlreichen Möglichkeiten der Reflektion des eigenen zwischenmenschlichen Verhaltens. Eigene Muster werden mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die unterschiedlichen gruppentherapeutischen Angebote, in denen viele Interaktionen stattfinden, oder dem sonstigen Klinikalltag reaktiviert. Nur emotional aktivierte Muster sind einer nachhaltigen Bearbeitung zugänglich. Unser gesamtes Behandlungsteam ist in der Erkennung und im Umgang mit emotional aktivierten Muster geschult. Somit stehen deutlich mehr Übungsmöglichkeiten neuer Verhaltensweisen zur Verfügung als in einer ambulanten Einzelpsychotherapie. In der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen wenden wir insbesondere Strategien aus der Schematherapie an (z.B. die Arbeit mit Imaginationen oder die Stuhlarbeit).