AKUT-TELEFON UND ANMELDUNG UNTER 06129-4883488

Klinik für Trauma-Folgeerkrankungen

 

Traumata sind auch in unserer Gesellschaft – obwohl glücklicherweise seit Langem frei von Kriegen und großen Naturkatastrophen – leider keine Seltenheit. Jedes Jahr gibt es alleine etwa 400.000 Unfallverletzte, von denen ein erheblicher Teil auch ein psychisches Trauma erleidet.

 

Traumata sind kurz oder lang dauernde Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung, die nahezu bei jedem Menschen tiefgreifende Verzweiflung auslösen würden. Dabei bezeichnet man als Typ-I-Trauma ein zeitlich umschriebenes Ereignis wie eine Brandkatastrophe, einen schweren Verkehrsunfall oder einen Überfall. Ein Typ-II-Trauma bezeichnet ein langanhaltendes Ereignis, zum Beispiel chronische innerfamiliäre Gewalt, sexuelle Ausbeutung oder Kriegserlebnisse. Beide Formen können zu psychischen Erkrankungen in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität führen.

 

Das Team der Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad ist in der Diagnostik und in der gezielten Therapie von Trauma-Folgeerkrankungen exzellent ausgebildet.

Ein umfassendes Therapieangebot

 

Unser Therapieansatz zeichnet sich gerade in der Behandlung von Trauma-Folgeerkrankungen durch ein differenziertes Vorgehen auf mehreren Ebenen aus. Dies schließt neben der psychiatrischen auch eine ausführliche körperliche Diagnostik durch unsere Fachärzte mit ein.

 

Wenn es Ihrem Wunsch entspricht, stimmen wir Ihre ambulante und stationäre Behandlung möglichst eng mit der zuweisenden Praxis ab. Auf diese Weise können wir die Erkenntnisse der bisherigen Behandlung optimal nutzen und stationär ergänzen. Zusammen mit Ihnen und, wenn Sie dies wünschen, den zuweisenden KollegInnen erstellen wir einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, der folgende mögliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert:

 

  • Fachtherapien
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Körperpsychotherapie
    • Ergotherapie
    • Tiergestützte Therapie

Lassen Sie sich jetzt umgehend beraten und fordern Sie weiteres Informationsmaterial an!

 


Bitte captcha eintragen*

(Groß- und Kleinschreibung beachten)

*Pflichtfeld

Die wichtigsten Fakten zu Trauma-Folgeerkrankungen

Trauma-Folgeerkrankungen im Überblick (siehe Grafik 1)

 

Durch ein psychisches Trauma können Depressionen, Angsterkrankungen, aber auch Beruhigungsmittel- oder Alkoholabhängigkeiten ausgelöst werden. Auch eine Vielzahl von körperlichen Erkrankungen wie etwa hoher Blutdruck können dadurch bedingt werden. Bekannteste und häufigste Folge ist die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Häufig treten die beschriebenen Folgeerkrankungen kombiniert auf.

Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung? (siehe Grafik 2)

 

Die PTBS manifestiert sich erstens in wiederkehrenden lebhaften und schmerzhaften Erinnerungen an das Trauma, die etwa durch Gerüche, Geräusche oder Bilder ausgelöst werden können. Zweitens in Vermeidungsverhalten, das sich aus der Angst vor solchen Erinnerungen ergibt. Drittens in einer allgemeinen vegetativen Übererregung mit Schlafstörungen, Schweißausbrüchen etc.

Zeitlicher Verlauf (siehe Grafik 3)

 

Von einer PTBS spricht man, wenn die nach schweren psychischen Belastungen fast regelhaft auftretende akute Belastungsreaktion länger als einen Monat anhält. Glücklicherweise klingen die Symptome einer PTBS bei der Mehrzahl der PatientInnen in den darauffolgenden Monaten spontan ab. Sie können aber auch chronisch werden und dann ein jahrzehnte- oder sogar lebenslanges Problem darstellen. Eine PTBS kann aber auch verzögert, das heißt Jahre nach dem erlebten traumatischen Vorfall, auftreten. Dies geschieht häufig in Situationen, die besonders intensiv an das Trauma erinnern.

Effektive Therapie von Trauma-Folgeerkrankungen

 

Die Behandlung von Trauma-Folgeerkrankungen umschließt in aller Regel die Therapie von Störungen wie Depressionen, Süchten und Ängsten, aber auch die Therapie des eigentlichen Traumas. Dazu eignet sich vor allem die kognitive Verhaltenstherapie, bei der die PatientInnen schrittweise und vorsichtig mit dem Trauma konfrontiert werden (Expositionstherapie). Sie hat das Ziel, dass die Erinnerung an das Trauma nicht mehr mit Angstgefühlen, Herzrasen, Schweißausbrüchen etc. verbunden ist.

 

Alternativ kann auch das EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) eingesetzt werden, das bei manchen PatientInnen eine erleichterte Auseinandersetzung mit dem Trauma ermöglicht. Ergänzend bieten wir für den Bereich der Traumaarbeit das Lösungsorientierte Malen (LOM) an, in dem mit dem Trauma verbundene innere Bilder durch kunsttherapeutisches Arbeiten positiv verändert werden können.