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Klinik für Zwangsstörungen

 

Die Zwangserkrankung oder auch Zwangsstörung zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Trotzdem wird sie eher selten diagnostiziert und noch seltener störungsspezifisch und kompetent behandelt. Das liegt u.a. daran, dass Betroffene ihre Erkrankung häufig aufgrund von Scham, Angst vor Stigmatisierung oder auch schlicht Unkenntnis darüber, dass es sich bei den Beschwerden um eine prinzipiell gut behandelbare Erkrankung handelt, verstecken.

 

Die Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad bietet Menschen mit Zwangsstörungen eine leitliniengerechte und störungsspezifische Behandlung nach den Prinzipien der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) durch ein multiprofessionelles Team.

Ein umfassendes Therapieangebot

 

Unser Therapieansatz zeichnet sich gerade in der Behandlung von Zwangsstörungen durch ein differenziertes Vorgehen auf mehreren Ebenen aus. Dies schließt neben der psychiatrischen auch eine ausführliche körperliche Diagnostik durch unsere Fachärzte mit ein.

 

Wenn es Ihrem Wunsch entspricht, stimmen wir Ihre ambulante und stationäre Behandlung möglichst eng mit der zuweisenden Praxis ab. Auf diese Weise können wir die Erkenntnisse der bisherigen Behandlung optimal nutzen und stationär ergänzen. Zusammen mit Ihnen und, wenn Sie dies wünschen, den zuweisenden KollegInnen erstellen wir einen auf Sie abgestimmten Behandlungsplan, der folgende mögliche Therapiemaßnahmen miteinander kombiniert:

 

 

  • Fachtherapien
    • Kunsttherapie
    • Musiktherapie
    • Körperpsychotherapie
    • Ergotherapie
    • Tiergestützte Therapie

Lassen Sie sich jetzt umgehend beraten und fordern Sie weiteres Informationsmaterial an!

 


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Die wichtigsten Fakten zu Zwangsstörungen

Die Symptomatik der Zwangsstörung (siehe Grafik 1)

 

Menschen mit Zwangsstörungen leiden unter sich aufdrängenden, wiederkehrenden Gedanken bzw. Befürchtungen (Zwangsgedanken) und Verhaltensweisen (Zwangshandlungen). Die Zwangsgedanken werden dabei als unangenehm und meist als unsinnig oder zumindest übertrieben erlebt. Sie erzeugen starken inneren Druck und lösen häufig Gefühle wie z.B. Angst oder Ekel aus.

 

Auch die Zwangshandlungen werden meist als übertrieben, lästig oder unsinnig erlebt, führen allerdings kurzfristig zu einer Entlastung des Patienten, z.B. im Sinne einer unmittelbaren Angstreduktion. Durch diesen kurzfristig „belohnenden“ Effekt der Zwangshandlungen wird die Störung langfristig aufrechterhalten (Abb. 1, Kognitives Modell). Zwänge neigen also unbehandelt zu einer Chronifizierung und Verstärkung, nehmen zunehmend viel Zeit im Alltag ein und beeinträchtigen das Leben der Betroffenen stark.

Die unterschiedlichen Gesichter des Zwangs

 

Die Zwangsinhalte können dabei sehr vielfältiger Natur sein. Am häufigsten manifestieren sich Zwänge als Putz- und Reinigungszwänge im Rahmen von Kontaminations- oder Ansteckungsängsten oder als Kontrollzwänge bei Angst vor Beschädigung oder Verlust. Andere Inhalte, die von Betroffenen und auch Fachleuten häufig weniger eindeutig der Zwangsstörung zugeordnet werden sind sexuelle, aggressive und religiöse bzw. blasphemische Zwangsgedanken, magische Zwangsgedanken, Rückversicherungs- und Wiederholungszwänge, Betzwänge, Ordnungs- oder Zählzwänge.

Unser Behandlungsansatz

 

In der Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad werden Menschen mit Zwangsstörungen von einem multidisziplinären Team mit einem Schwerpunkt auf der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) behandelt. Kernelement hierbei ist die graduierte Exposition mit Reaktionsmanagement. Dies ist nach aktuellen Leitlinien die wirksamste Behandlungsmethode. Je nach Schweregrad ist auch eine medikamentöse Unterstützung durch Psychopharmaka zu empfehlen.

 

In einem solchen Fall kommen die sogenannten Selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zum Einsatz. Eine alleinige Behandlung mit Medikamenten bzw. ein alleiniger Einsatz von Neuroleptika ist nach umfangreichen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine zielführende Methode und wird in der Parkklinik nicht durchgeführt. Über die klassische kognitive Verhaltenstherapie hinaus setzen wir neue psychotherapeutische Techniken wie Elemente aus der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) ein.